Galerie am Brüsseler Platz
Chidi Kwubiri ( CV )

exhibitions and projects (selection)
(s = solo exhibition)

2013 – „conversion“, Galerie am Brüsseler Platz, Cologne, Germany (s) ( around ART COLOGNE )

2012 – paragon gallery, Miami/USA
– arthouse, Lagos, Nigeria (also 2008 – 2011)

2011 – “crosscurrents”, Lagos, Nigeria

2010 – “Nigeria at 50”, Nigerian Embassy and Deutsche Bank, Berlin
– “theme Africa”, Phillips de Pury, New York/USA
– “face to face”, Bonn International Center for Conversion (BICC), Bonn, Germany (s)

2009/-11 – “whip not child”, art project against violence on kids (initiator) in co-operation with Deutsche Gesellschaft
für Technische Zusammenarbeit (GTZ) and Goethe Institute, Nigeria/Germany

2009 – OPERA Gallery, Paris, France

2008 – “reflection”, Signature Gallery, Lagos, Nigeria (s)
– “Begegnung”, WALZWERK Projekt IV, Pulheim, Germany
– “subculinaria”, Cologne, Germany
– Millenia Fine Art, Orlando, Florida/USA

2007 – Goethe-Institute, Duesseldorf, Germany
– Neues Rathaus Hannover, Germany
– “zwei Schritte voraus” (two steps ahead), Berlin
– Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), Eschborn, Germany (also 2001)

2006 – World Market Center, Las Vegas, USA
– Association for Visual Arts [AVA], Cape Town, South Africa (s)
– Gallery ACHT P!
PRAVATO, Bonn, Germany (s), (also in 1998)
– Gallery OTT, Düsseldorf, Germany (s),(also in 2003, 2002 and 1997)

2005 – “back to the roots”, Goethe Institute Lagos, Nigeria (s)
– International Art Fair “Palm Beach Contemporary“, Palm Beach, Florida, USA
– Kunsttage Rhein-Erft, Brauweiler Abbey, Germany (also in 2002 and 2001)

2004 – “The Internationals”, Millenia Gallery, Orlando, Florida, USA
– Kunstverein Erftstadt, Altes Stadthaus Erftstadt-Lechenich, Germany (s)
Collection National Museum Tivat, Montenegro
– ”Second Independent International Biennial of Graphic in St. Petersburg”, Russia
– “Holland Art Fair“, The Hague, The Netherlands

2003 – international art fair „LINEART“ (Gallery DE OPSTEKER), Ghent, Belgium
– „Far from the bush“, GALLERY DE OPSTEKER, Amsterdam and Durgerdam, The Netherlands (s)
– „Artists from Germany“, CHURCH STREET GALLERY, Orlando, Florida, USA

2001 – CHURCH STREET GALLERY, Orlando, Florida, USA (s)
– Landtag Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf, Germany

2000 – outdoor sculpture project SKULPTURENMEILE STEINHAGEN, Steinhagen, Germany
– UNESCO Headquarters, Paris, France

1999 – Koelner Bank (two artists), Cologne, Germany (s)
– Jakobskirche (Church of St Jacob), European Art Capital 1999 WEIMAR, Germany
– Dr. Georg Haar Foundation, European Art Capital 1999 WEIMAR, Germany

1998 – project „ConverArt“, BICC (Bonn International Center for Conversion)
– Westfälisches Landesmuseum Münster, Germany
– „art multiple“, Düsseldorf, Germany
– GALLERY XENIOS, Frankfurt/Main, Germany (s)

1993 – Hedwig and Robert Samuel Foundation, Düsseldorf, Germany

art sponsorship awards(selection)

2007 – ADLER-Award 2007, categorie fine art (1st prize)

1997 – Alpirsbacher Gallery „Das schoene neue Bild“, Alpirsbach, Germany

1996 – „Art Collection“ of Siemens AG in co-operation with Dresdner Bank AG and Rochus Club,
Düsseldorf, Germany (1
st prize)
– „Kö-Galerie“, Düsseldorf, Germany
– art award „Stella Musical AG“ to mark the premiere of the musical „Les Misérables“,
Duisburg, Germany (1
st prize)

 

TARGET

TARGET     200 x 300 cm, Acryl auf Leinwand – 2012

 

 

Kurztext:

Chidi Kwubiri ist Absolvent der Kunstakademie Düsseldorf und Meisterschüler von A.R. Penck. Er lebt und arbeitet vor den Toren von Köln, saugt sich aber regelmäßig in seiner Heimat Nigeria voll mit Energie und Inspirationen für seine Arbeiten.

 

Kwubiri‘s Markenzeichen ist seine furiose Dripping-Technik, bei der aus wild übereinander gesprengten und ineinander verschwimmenden Farbschichten geheimnisvolle Figuren hervortreten, die teilweise mit fast photorealistischen Details herausgearbeitet werden. Seine oft überdimensionalen Arbeiten finden sich weltweit in Sammlungen namhafter Privatsammler oder Organisationen und seine Bilder werden in großen Kunstauktionen in New York und Lagos gehandelt – nicht selten zu fünfstelligen Preisen.

Neben seinem Engagement für den Künstlernachwuchs an nigerianischen Kunsthochschulen, für die er gemeinsam mit dem Goethe-Institut Workshops in Nigeria und Stipendien in Deutschland organisiert hat, setzt er sich seit Jahren für humanitäre Kunstprojekte ein. So hat Chidi Kwubiri in seiner Heimat seinen hohen Bekanntheitsgrad als bildender Künstler genutzt, um zusammen mit anderen bekannten Künstlern wie dem Kölner Musiker Ade Bantu mit beachtlicher Medienaufmerksamkeit zur öffentlichen Ächtung körperlicher Züchtigung an Nigerianischen Schulen aufzurufen. Und seit langem engagiert er sich – schon mehrfach zusammen mit dem Bonn International Center for Conversion – für Projekte, die sich mit der globalen Herausforderung der Konversion von Waffen und Rüstungsgütern beschäftigen.

In diesem Kontext ist auch Kwubiri‘s aktuelle Arbeit „target“ zu verstehen – ein Krieger mit gespanntem Bogen und einem gespitzen Pinsel als Pfeil – eine subtile Aufforderung, menschliche Energie in kreative statt in destruktive Prozesse zu lenken. Das Zusammenspiel von perfekt angelegtem Pinselstrich und wild gedripptem Background ist charakteristisch für Chidi Kwubiris einzigartigen Stil als afro-deutscher Künstler, der sich selbstsicher und unverkrampft im hiesigen künstlerischen Sprachraum bewegt, ohne die mystische Ausdruckskraft seiner afrikanischen Wurzeln ungenutz zu lassen.

Als vermeintliches „Abfall“-Produkt und in Kontrast zu seinen künstlerisch aufwändigen Leinwandarbeiten fällt Konversion im Künstleralltag bei Chidi Kwubiri zuweilen aber auch viel konkreter aus: farbenübersäte Atelierschuhe oder Arbeitshosen mutieren zu afrikanischen Gestalten und zum Farbenmischen benutzte Snackschachteln oder Joghurtbecher erscheinen als Andeutung farbenprächtiger Gewänder oder geheimnisvoller Masken. Konversion im Sinne von Umdeutung funktioniert dann auch so als Impuls, die Welt mit anderen Augen zu sehen …