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Paulaundcophotography

08.06. – 23.06.2013      “VANITIES OR THE IMPOSSIBILITY OF DEATH“

 

 

Vanities or The Impossibilty of Death ist eine Photoserie die an die visuelle Tradition von
Stillleben und Vanitasdarstellungen anknüpft. Blumenstilleben hatten Ihre Hochzeit
im Holland des 17Jahrhunderts. Aus dem unermesslichen Reichtum des Goldenen Zeitalters
erwuchs das Bedürfnis der Händler und Patrizier, sich mit dem Abbild schöner Dinge zu schmücken,
sich Geltung zu verleihen und Stand zu repräsentieren. Das Streben nach der Rarität führte auch
zur sogenannten Tulipomania. Tulpen wurden zum Spekulationsobjekt. Und diese erste wohl
dokumentierte Spekulationsblase in deren Hochzeiten Optionsscheine auf einzelne Tulpenzwiebeln
deren Blüte nicht sicher war, gehandelt wurden, platzte spektakulär. Nach unvorstellbaren
Gewinnen folgte 1637 der Einbruch ins Bodenlose, der Crash der Börse. Doch das nächste
Spekulationsobjekt war aber bereits ausgemacht: die Frittilaria (Schachblume und vor allem Kaiserkrone).

 

Meine Arbeiten wollen auch Reflektionen darüber sein, wer wir sind. „Die Einzigartigkeit des Kunstwerks

ist identisch mit seinem Eingebettetsein in den Zusammenhang der Tradition.“ Walter Benjamin1

Mir gefällt das Spiel mit dem visuellen Erlebnisraum der sich ergibt durch das Zusammentreffen der Flüchtigkeit
der digitalen Photographie und der optischen Schwere durch Druck und Papier; die Illusion des Gemalten Bildes.
Ein poetisches Sehverständnis, das den Betrachter innehalten lässt und in der Anmutung schon fast zum trompe L’oeil wird.

Kultur- und Sozialkritik, die erst im zweiten Hinsehen fühlbar wird, ein stupore hinter harmlosen zarten, fast verwelkten Blüten.

 

The Immpossibility of Death – die Schönheit wird überdauern.

 

Die Arbeiten sind mit einer digitalen Spiegelreflexkamera in der Manier der Analogphotographie entstanden,

dh. die Bilder sind nicht nachbearbeitet. Sie sind im Pigmentdruck auf Hahnemühlepapier gedruckt und
museumskonservatorisch hinter Glas gerahmt.

 

1 Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit. Frankfurt a. Main 1966, S. 16

 

 

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